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Neue Elastomermaterialien auf Basis nanostrukturierter Multipfropf-Copolymere
Nanostrukturierte Blockcopolymere sind bereits seit einiger Zeit Gegenstand verschiedener Forschungsprojekte. Wissenschaftler am Institut für Polymerforschung Dresden e. V. haben nun gemeinsam mit Kollegen in den USA und Griechenland untersucht, wie neue molekulare Architekturen die Zugfestigkeit von Polymermaterialien beeinflussen und welche neuen Möglichkeiten für Materialentwicklungen sich daraus ergeben. Im Ergebnis der Arbeiten wurden Multipfropf-Copolymere aus Polystyren und Polyisopropen entwickelt, die erstaunliche Eigenschaften aufweisen. Die Bruchdehnung ist mit 2000 % deutlich höher als die von heute üblichen thermoplastischen Elastomeren, und auch in der Elastizität sind die neuen Multipfropf-Copolymere kommerziellen Elastomeren überlegen: Bis zu einer Dehnung von 500 % wird eine vollständige Rückverformung beobachtet. Entscheidender Einflussfaktor für die Erreichung der gewünschten Eigenschaften ist die Morphologie mit Phasenseparation im Nanometerbereich, die - bei unveränderter chemischer Zusammensetzung des Copolymers - durch die Zahl von Verzweigungsstellen und die Art der eingebrachten Funktionalitäten gezielt eingestellt werden kann. Anwendungsmöglichkeiten für die nanostrukturierten Copolymere ergeben sich außer als Elastomermaterial auch im Membransektor und in der Medizintechnik.
Institut für Polymerforschung Dresden e. V. Abt. Nanostrukturierte Materialien Hohe Str. 6, 01069 Dresden Priv.-Doz. Dr. Roland Weidisch e-mail: weidisch@ipfdd.de
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